Warum Regionalstadtbahn in Salzburg?

Regionalstadtbahn Vision und Zukunft

Regionalstadtbahn Vision und Zukunft

Salzburg ist im historischen Altstadtkern eine mittelalterliche Stadt, die nicht für den Straßenverkehr ausgelegt ist. Diese historische Altstadt ist weitestgehend ursprünglich erhalten geblieben und daher der Grund für den Status als Weltkulturerbe. Die Stadt ist allerdings auch das Zentrum einer lebendigen und lebenswerten Region mit fast 1,5 Millionen Einwohnern im Bundesland Salzburg und in den angrenzenden Gebieten in Bayern und Oberösterreich, im Umkreis von 50-70 Kilometer um die Mozartstadt.

Salzburg ist auch ein Verkehrs-Drehkreuz im Alpenvorland

Das Problem ist der immer stärker werdende Autoverkehr, der nicht nur regelmäßig Stau produziert, sondern auch, bedingt durch die Kessellage, Umweltbelastungen in Form von Lärm, Abgasen und Feinstaub erzeugt. Die Straßen können die Mobilität der Menschen längst nicht mehr sicherstellen. Wenn auf den Straßen kein Platz mehr ist, muss ein anderer Weg gefunden werden die Schiene.

Pickerl_Nächster_Halt_Mirabell

Pickerl Nächster Halt Mirabell

Salzburg hat ein gewachsenes Schienennetz, aus dem, in der autoverliebten Zeit der 1950-er Jahre, die leistungsfähigen Schienenstrecken eliminiert wurden. Dazu zählen die weltberühmte Ischlerbahn,  die „Rote Elektrische“ sowie die Südlinien der Salzburger Lokalbahnen. Seit damals ist der Autoverkehr nicht mehr in der Lage, die Mobilität der Bürger und der Tourismusgäste sicherzustellen. Die Zerstörung der beiden wichtigsten Schienenäste war verkehrspolitisch ein riesiger Fehler und muss nun, über 60 Jahre später, endlich wieder repariert werden.

Dazu ist es notwendig, die bestehenden Schienenstrecken Richtung Stadt Salzburg, davon je drei aus Bayern und Österreich, diese ergänzt durch die oberösterreichische Mattigtalbahn mit dem Herzstück, einer Durchfahrt im Tunnel durch die historische Salzburger Altstadt zu verknüpfen.

Netz_Triptychon

Netz Triptychon einst, heute, morgen


Zusammen mit der Wiedererrichtung der eliminierten Bahnen, Ischlerbahn und Südlinien der „Roten Elektrischen“, der Salzburger Lokalbahnen nach Berchtesgaden und Königssee wird ein leistungsfähiges Schienennetz geschaffen, das mit Regionalstadtbahn-Fahrzeugen betrieben, bestehenden Systeme miteinander verknüpfen kann und damit in der Lage ist, mindestens 50.000 Pkw-Fahrten pro Tag in der Salzburger Innenstadt zu ersetzen.

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